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Wo und wie wohnen: In einem Voluntarierhaus oder in einer chilenischen Familie |
| 6.0 Wo und wie wohnen: In einem Voluntarierhaus oder in einer chilenischen Familie |
| 6.1 Casa Alberto ( Stadtteil Recoleta) |
| 6.2 Casa Amistad (Stadtteil Recoleta) |
| 6.3 Casa Padre Louis de Valdivia (Stadtteil Recoleta) |
| 6.4 Tipps für den Stadtteil Recoleta |
| 6.5 Casa Renca (Stadtteil Renca) |
| 6.6 Tipps für den Stadtteil Renca |
| 6.7 Casa Primavera (Stadtteil La Pintana) |
| 6.8 Verkehrsverbindungen und die Entscheidung für den Stadtteil La Pintana |
| 6.9 Über das Leben in einer chilenischen Familie |
| 6.10 Beispiel: Wohnen bei Señora Gabriela |
| 6.0. Wo und wie wohnen: In einem Voluntarierhaus oder in einer chilenischen Familie |
Alle
Häuser verfügen über Warmwasser, Gasofen und Kühlschrank.
Die Küchenausrüstung ist z.T. unterschiedlich, wenn ihr also
alte Küchengeräte habt, könnt ihr sie gerne mitbringen.
Bei Bedarf lässt sich hier aber auch ohne Probleme auf dem Bio-Bio
ein alter Mixer für die Cocktail-Party auftreiben. |
| 6.1 Casa Alberto (Stadtteil Recoleta) |
Die Casa Alberto ist ein kleines Haus in Recoleta für 4 Voluntarier. Im Erdgeschoss befinden sich Küche, Bad und das Wohnzimmer, im 1. Stock ein Doppel- und zwei Einzelzimmerchen. Besonders schön ist der Patio, Hinterhof, in dem ein Obstbaum steht und der vor einiger Zeit gefließt wurde. Auf den Bänken oder in der Hängematte lassen sich hier auch heiße Sommerabende gut aushalten. Wer gerne grillt ist hier ebenfalls gut aufgehoben, allerdings sollte man tunlichst darauf achten, ob die Nachbarin ihre frische Wäsche gerade aufgehängt hat. Durch die direkte Lage an einer kleinen Seitenstraße, erfreut sich das Haus regen Besuchs durch die Nachbarschaft, mit der ein gutes Verhältnis besteht. |
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| 6.2 Casa Amistad (Stadtteil Recoleta) |
Die
Casa Amistad ist baugleich mit dem Alberto, vielleicht gab es in Recoleta
nur einen einzigen Bauplan, der dann für so ziemlich alle Häuser
benutzt wurde – aber solche Dinge könnt ihr dann ja selbst
herausfinden. Alberto und Amistad liegen zu Fuß ungefähr 5
Minuten auseinander, Schwester Karolines Haus ist ebenfalls in unmittelbarer
Nähe. Das Amistad ist schon seit ziemlich langer Zeit Voluntarierhaus
und liegt sehr ruhig am Ende einer kleinen Passage, so dass man, wenn
man möchte etwas mehr Ruhe hat. Es liegt also an euch, ob ihr Freunde
einladet und die Nächte durchfeiert – dabei sollte die Geduld
der Nachbarschaft aber auf gar keinen Fall überstrapaziert werden.
Außerdem möchten die Kinder und Kolleginnen euch am nächsten
Tag frisch und munter "genießen" können.Neben dem Patio, der vor kurzem neu gefließt und mit einem kleinen Mosaikeingang versehen wurde, gibt es im Amistad noch einen kleinen Vorgarten, in dem der Rasen aber nicht so recht wachsen will. Die Möglichkeit, eine Hängematte aufzuhängen ist hier hervorragend gegeben. Dies soll der Ausgleich sein, wenn der Rasen einfach nicht wachsen will. |
| 6.3 Casa Padre Louis de Valdivia (Stadtteil Recoleta) |
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| 6.4 Tipps für Recoleta |
Einkaufen:Fast an allen Tagen gibt es s.g. Ferias, Wochenmärkte, die sich häufig nur ein paar Blocks von eurem Haus entfernt sind. Vom Scherzartikel bis zur Wäscheschleuder könnt ihr dort alles preisgünstig kaufen. Gerade frisches Obst und Gemüse werden dort zu Schleuderpreisen angeboten. Kleine alltägliche Einkäufe erledigt ihr am besten in den Almacenes, von denen es an jeder Ecke mindestens einen gibt. Wein und Spirituosen bekommt man in Botellerías und zwar immer in einer schwarzen Tüte, weil das Trinken in der Öffentlichkeit untersagt ist. Ausgefallene Konsumwünsche, wie z. B. Butter ohne Salz, könnt ihr euch im riesigen Lider-Supermarkt (Avda. Recoleta ca. 3600, also genau zwischen Amistad/Alberto und Angela Davis) erfüllen. In der Nähe von Amistad/Alberto gibt es auch noch den Ribeiro-Supermarkt (zw. Calle Justicia Social und Victor Cuccuini an der Avda. El Salto), in dem ihr auch alles bekommt, ist allerdings etwas teurer. Fleisch wird in Chile sehr viel gegessen und in Carnicerías verkauft, diese befinden sich in regelmäßigen Abständen an der Avda. Recoleta. Im Sommer sollte man es besser im Supermarkt kaufen, wo es besser gekühlt wird.
Weiterhin gibt es z.B. in Recoleta in Recoleta auch einen privaten Waschservice, d.h. eine Bewohnerin der Poblacion wie z.B. Señora Hortencia bietet den Waschdienst zum gleichen Preis wie die Waschsalons an; i.d.R. holt und bringt sie jedoch eure Wäsche.
Schneider in Recoleta Internet-Cafes: Fahrrad: Fahrradläden gibt es fast an jeder Ecke, die Qualität der gebrauchten
Fahrräder ist jedoch meistens sehr bescheiden. I.d.R. kostet ein gebrauchtes
Mountainbike 25.000 Pesos, ein kleineres, einfacheres Fahrrad gibt es
(nach einigen Verhandlungen) bereits ab 15.000 Pesos.
Einkaufen: Mall Plaza Norte: Goethe-Institut: |
| 6.5 Casa Renca (Stadtteil Renca) |
Die Casa Renca ist von den anderen Voluntarierhäusern sehr weit entfernt, da es, wie der Name schon sagt, in Renca, einem ganz anderen Stadtviertel liegt. Wer hier wohnt, hat bis auf die drei Mitbewohner meist relativ wenig Kontakt zu den übrigen Voluntariern, dafür aber eine um so intensivere Beziehung zu Nachbarn und jugendlichen Chilenen. Die Nachbarschaft ist sehr aufgeschlossen und neugierig, euch kennenzulernen. Das Haus selbst ist einstöckig und bietet für 4 Freiwillige reichlich Platz. Es gibt im Moment ein kleines und ein etwas größeres Doppelzimmer, dazu natürlich Wohnzimmer, Küche und Nasszelle. Im Winter muss das Haus schon mal mit Sandsäcken vor Wassereinbruch geschützt werden. Dabei helfen euch aber sicherlich die sehr netten Nachbarn. Das Haus hat einen große Garten, der auf regelmäßige Pflege, z.B. Rasenmähen, Gießen angewiesen ist, damit ihr euere Freude an der grünen Oase habt. Zum Ausruhen nach der Arbeit im keine 200m entfernten Kindergarten reicht er aber alle Mal. Wenn ihr hier einmal krank werden solltet, ist die Poliklinik der Fundación Cristo Vive auch gleich um die Ecke. Niels und Christoph |
| 6.6 Tipps für Stadtteil Renca |
Einkaufen:Am bequemsten mit der freundlichsten Beratung, aber leider auch am teuersten kauft man in den nahegelegenen Almacenes ein. Bei Gütern wie Brot, Nudeln, Eiern, Streichhölzern, Zigaretten und Bier ist das nicht so schlimm wie bei Obst, Käse, Fleisch und sonstigen größeren Erledigungen. Die holt man sich am besten im Supermarkt am Plaza de Renca, eigentlich jeder Bus von Infante (für 100 Peso fragen). Dann gibt es noch den sehr praktischen Markt am Dienstag und Donnerstag, allerdings nur vormittags auf der nahegelegenen Vicuña Mackenna, wo man billigst Obst und Gemüse und sonstige Lebensmittel finden kann. Waschen: Freizeitgestaltung: Plaza de Renca: Hilfe: |
| 6.7 Casa Primavera (Stadtteil La Pintana) |
.Das Haus befindet sich ca. 2 Min. entfernt vom Kindergarten in einer
kleinen relativ ruhigen Sackgasse, in der nur ab und zu nachts die Nachbarshunde
laut bellen. |
| 6.8 Verkehrverbindungen und die Entscheidung für den Stadtteil La Pintana |
Bus: am einfachsten die Micronummer 394 von der San Antonio
oder von Bella Vista aus nehmen. Der hält direkt vor dem Kindergarten,
bzw. vorm Haus. Metro: Das Collectivo 27 bringt dich für 400 Pesos zur Metrohaltestelle
Lo Ovalle Taxi: “Esquina San Francisco con Venancia Leiva” Zur Entscheidung für die Arbeit in La Pintana: Ohne in den anderen Kindergärten gearbeitet zu haben,
halten wir den den Kindergarten Jardín Infantil “Tierra
de Niños” für einen sehr guten Arbeitsplatz. |
Wer nicht in einem der
Voluntarierhäuser wohnen kann oder möchte, hat auch die Möglichkeit
bei einer Gastfamilie zu wohnen. Karoline kennt in der Siedlung fast jeden
und so findet sich immer noch eine zusätzliche Unterkunft. In den Gastfamilien
habt ihr eigentlich immer ein Einzelzimmer, außer wenn ihr mit einem
anderen Voluntarier zusammen bei ein und derselben Familie wohnt. In einer
Gastfamilie werdet ihr das Alltagsleben am unverfälschtesten erleben
und eine wesentlich intersivere Beziehung zu den Einheimischen entwickeln,
als es in einer "Deutschen-WG" möglich ist. Der Kontakt zu
euren Mitvoluntariern kann sowohl sehr eng, als auch gar nicht vorhanden
sein, abhängig davon, wo eure Familie wohnt. Wer
in eine Familie zieht, sollte bereit sein sehr tolerant, geduldig und
eventuell auch ein paar Einschränkungen in seinem alltäglichen
und/oder Ausgehleben hinzunehmen. Zum Alltagsleben gehört hier auch,
dass es für Jugendliche zwischen 18 und 25 hier oft viel strikter
zugeht als in Deutschland. Insbesondere die jungen Frauen müssen
viel mehr um Erlaubnis fragen, man darf nicht einfach so mit Männern
ausgehen etc. Aber dies gehört mit zur Erfahrung. In Europa hat man
einfach ab 18 und etwas eigenem Geld viel mehr Freiheiten. Wenn ihr wirklich
richtig eintauchen wollt, in die chilenische Kultur, akzeptiert hin und
wieder Sachen, die ihr in Deutschland nicht annehmen würdet. Ihr
werdet sehen, die Familie wird euch in den meisten Fällen mehr und
mehr integrieren, was eine sehr schöne und wichtige Erfahrung sein
kann und die sicher recht einmalig ist. Ist man dann gut integriert, kann
man beginnen, auch über sehr konservative Haltungen zu diskutieren.
Oft werden die Familien sehr besorgt um euch sein (besonders um Frauen), und euch oft begleiten wollen, auch wenn ihr gerne alleine irgendwohin gehen wollt. In solchen Momenten ist es sicher gut, dies erst mal zu akzeptieren und es dann nach und nach „suavemente“ zu ändern. Solltet ihr mal einen Pololo/a (FreundIn) haben, bitte fragt bevor ihr diesen mit nach Hause bringt. Eine Übernachtung wird sicher schwierig sein, da ihr ja wahrscheinlich nicht gleich heiratet. Für Vegetarier, bitte bringt eure Essensgewohnheiten sanft herüber: Häufig werdet ihr als Gast als Zeichen großer Gastfreundschaft erst mal mit Fleisch versorgt. Eine Ablehnung kann zu Anfang als große Beleidigung wirken, daher auch hier „suave“ vorgehen. Es ist häufig so, dass du in die Familie aufgenommen wirst, weil die Leute Geld benötigen oder sich von dir etwas erhoffen. Das muss sich nicht negativ auf euer Verhältnis auswirken, aber es ist gut, dies zu wissen um dann nicht enttäuscht zu sein. Wichtig ist, dass man in einer Familie häufig wenig Privatsphäre haben wird. Trotz des eigenen Zimmers, kann es auch sein, dass man keine Tür zum schließen hat oder die Wände sehr dünn sind, man sehr dicht beieinander wohnt und Fernseher oder Radio häufig laufen. Wie gesagt, eine solche Erfahrung ist ziemlich einmalig. Ich bin noch heute nach 12 Jahren mit "meiner” Familie in Kontakt und man kann glaubhaft sagen, man war wirklich in die Kultur eingetaucht mit allen Höhen und Tiefen. Michaela, “ehemalige” Freiwillige |
| 6.10 Beispiel: Wohnen bei Señora Gabriela |
Señora Gabriela
ist etwas über 60 Jahre alt und lebt mit ihrem 42-jährigen Sohn
Luis zusammen. Sie nimmt schon seit ein paar Jahren Voluntarier bei sich
auf. Sie und ihr Sohn sind sehr offen, liebenswürdig und finden es
sehr schön, Erfahrungen mit Voluntariern zu machen. Das Haus befindet
sich ganz in der Nähe von Schwester Karolines Haus. In der Nähe
gibt es einen Supermarkt mit einer Apotheke und auch einige kleine Läden,
in denen man die wichtigsten Lebensmittel bekommt. Auch eine Bushaltestelle
ist in der Nähe. Das Haus der Señora ist einfach, aber geräumig,
sauber und komfortabel. Das Bad ist sehr sauber und die Dusche ist warm.
Die Voluntarier kaufen ihre eigenen Lebensmittel und können die Küche
eigenständig benutzen. Die Señora und Luis finden es aber
auch schön gemeinsam zu essen. Wer gerne Familienleben erfahren möchte,
hat hier gute Möglichkeiten dazu. Außerdem bekommt man schneller
Einblicke in das Leben hier in Recoleta und in die Lebenssituation der
Menschen hier. Die Señora ist auch sehr offen, was Besuche von
Freunden angeht. Das Zimmer ist für zwei Voluntarier; es kommt aber
auch vor, dass man hier alleine wohnt. Es gibt einen separaten Eingang
zum Zimmer. Das Zimmer ist einfach, aber gemütlich. Es ist ein Schrank
vorhanden und die Betten sind bequem und die Bettwäsche wird jede
Woche einmal gewechselt. Nachteil ist, dass es keine Heizung gibt (außer
ein Heizöfchen) und es im Winter besonders im Zimmer recht kalt wird.
Daher ist es ratsam, einen guten Schlafsack mitzubringen.
In Absprache mit Schwester Karoline bezahlen die Voluntarier hier normaler Weise um die € 70 bis 80 monatlich. Dieses Geld ist der Familie eine große Hilfe. Zum Abschluss bleibt nur zu sagen, dass wir (Lili & Lolita) unseren Aufenthalt hier sehr genoßen haben! Lili, 25 |