  3.
Erwartungen der Fundacion und einige Regelungen |
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| 3.1 Erwartungen
der Fundacion |
| 3.2 Regelungen
für die Arbeit in der Fundacion |
| 3.3 Urlaubsregelungen |
| 3.4 Abkommen
für die Häuser |
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| 3.1
Erwartungen der Fundacion |
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 Deine
Mitarbeit in der Fundacion wird als wertvoller Beitrag angesehen, um die
Brücken zwischen den Kulturen zwischen sogenannten Industrie- und
Entwicklungsländern zu stärken. Dies ist eins der Hauptelemente
unserer Mission.
Für den Dienst an den Armen benötigt die Fundacion engagierte
und solidarische MitarbeiterInnen. Wir schätzen sehr, dass du freiwillig
für einen längeren Zeitraum deine Fähigkeiten in den
Dienst der Armen stellen willst.
Wir schätzen auch die Anstrengung, die viele von euch unternommen
haben, um diesen Aufenthalt zu ermöglichen, z.B. in dem du Geld
gespart oder erarbeitet hast. Dazu gehört auch, Schwierigkeiten
zu meistern, die dir durch das Leben in einem anderen Sprachraum entstehen
und dass du für einen langen Zeitraum ohne deine Familie und Freunde
daheim leben wirst. Viele Chilenen bewundern, dass du es auf dich nimmst,
in einfachen Verhältnissen in der Poblacion zu leben. Dies ist
besonders in einer zwischen arm und reich stark gespaltenen Gesellschaft,
wie im Fall der chilenischen, nicht selbstverständlich und trägt
zur Versöhnung bei.
Wir hoffen und erwarten von dir, dass du deinen Dienst für die
Armen ebenso gut oder sogar besser als die angestellten Arbeiter der
Fundacion machen wirst. Gemäß unserer Mission (hier im Heft)
hoffen wir, dass du dich für die Armen effizient, kreativ, leidenschaftlich
und mit Liebe einsetzen wirst. Hierzu gehört, dass du motiviert
bist, deine Ideen auf behutsame Weise einbringst und selbst Initiative
ergreifst. Des weiteren hoffen wir, dass du ein gutes Verhältnis
mit den anderen Arbeitern und den Menschen, für die wir uns einsetzen,
aufbauen kannst. Dies nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in deinem
alltäglichen Leben in der Poblacion.
Wir bitten dich, während deines gesamten Aufenthalts einige Regeln
einzuhalten. Diese Regeln sind nicht nur der Form halber da, sondern
sie dienen zum einen deiner eigenen Sicherheit und einer guten Zusammenarbeit
in den Diensten, zum anderen hast du auch eine Vorbildrolle und du trägst
dazu bei, Vorurteile abzubauen - oder sie im Gegenteil zu verstärken.
So unternehmen z. B. viele der Angestellten der Fundacion eine große
Anstrengung, um pünktlich zur Arbeit zu kommen und für einen
vergleichsweise geringen Lohn hart zu arbeiten. Wenn sie jedoch sehen,
dass Voluntarier kommen und gehen, wann sie wollen, denken sie: Ach
ja, die Europäer haben viel Geld und machen sich ein einfaches
Leben. Dies trägt nicht unbedingt dazu bei, ein gutes Verhältnis
zwischen Europa und Lateinamerika aufzubauen.
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| 3.2
Regelungen für die Arbeit in der Fundacion |
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Die Fundación respektiert/bewertet
die Arbeit der Freiwilligen wie die Arbeit eines bezahlten Angestellten
der Fundación. Es ist wichtig, dass jeder Dienst regelmäßig
mit dir rechnen kann, um dir bestimmte Aufgaben und Verantwortlichkeiten
anzuvertrauen, z. B. ist es im Kindergarten sowohl aus organisatorischen
Gründen als auch für das Gefühlsleben der Kinder wichtig,
dass die Kindergärtnerinnen und die Kinder mit dir rechnen können.
Die Erfahrung vieler Freiwilliger hat gezeigt, dass eine regelmäßige
Mitarbeit sehr hilft und deine Erfahrung reicher machen wird. Diese Erfahrung
kann dir auch in einer zukünftigen beruflichen Tätigkeit von
Nutzen sein. Außerdem hilft dein Vorbild zukünftigen Freiwilligen,
denn der jeweilige Dienst wird gerne wieder neue Freiwillige nehmen, wenn
sie mit den vorherigen zufrieden waren.
Daher bitten wir dich, die folgenden Regeln des Dienstes in dem du
tätig sein wirst, respektieren:
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Den Beginn und das Ende deiner täglichen Arbeitszeit
einhalten, den du mit der Direktorin des Dienstes vereinbart hast. |
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Wenn du nicht zur Arbeit kommen kannst aus Krankheits- oder anderen
Gründen, solltest du am gleichen Tag morgens die Direktorin
des Dienstes telefonisch benachrichtigen. |
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Wenn du irgendwelche Probleme bei der Arbeit hast, sprich bitte
zuerst mit der Direktorin in deinem Dienst, dann mit der Verantwortlichen
für die Voluntarios oder schließlich mit Fernando Massad oder
Schwester Karoline. In welcher Form auch immer: es ist wichtig,
dass du Probleme ansprichst und sie nicht einfach schluckst und
damit allein bleibst. Für die meisten gibt es eine Lösung.
Dies bezieht sich natürlich nicht nur auf deinen Arbeitsbereich. |
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| 3.3
Urlaubsregelungen |
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Wir
bitten dich, das folgende Verfahren einzuhalten. Zu deiner eigenen Sicherheit
(z.B. wenn du in ein gefährlicheres Land reist) und aus unserer
Verantwortung heraus, möchten wir, dass die Direktorin deines Dienstes,
deine Eltern und die Voluntarierbeauftragte stets über dein Reiseziel,
deine Reisezeit, sowie über eventuelle Kontaktmöglichkeiten
informiert sind.
Ferienregelung für den Freiwilligen Dienst in der Fundacion Cristo
Vive:
Im Bemühen eine Ferienregelung zu finden, die sowohl den Dienst
unserer Einrichtungen unterstützt wie auch einen angemessenen Urlaubsanspruch
gewährt, werden folgende Absprachen für einen längeren
Freiwilligen Dienst getroffen:
- bei einem Freiwilligen Dienst in der FCV von 5 Monaten oder längerer
Dauer gibt es für jeden Monat 2,5 Werktage Urlaub;
(Beispiel: 11 Monate Freiwilliger Dienst in der FCV = 27,5 Werktage
Urlaub)
- in den ersten drei Monaten des Freiwilligen Dienstes sollte noch
kein Urlaub genommen werden, da es (für die Einrichtung wie die
Freiwilligen) wichtig ist, einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung
zur Eingewöhnung und Orientierung zu haben.
- der Urlaub sollte in zusammenhängenden Zeiträumen genommen
werden,
so dass der/die Freiwillige während seines/ihres Einsatzes ein
bis zwei Urlaubszeiten nimmt und gegebenenfalls eine dritte Urlaubszeit
an das Ende des Freiwilligen Dienstes anhängt
- mit der Leitung der jeweiligen Einrichtung oder der Beauftragten für
die Freiwilligen soll nach den ersten drei Monaten eine Urlaubsplanung
gemacht werden, so dass die Einrichtung sich auf die Fehlzeiten einstellen
kann
- der Urlaub kann nur in ganzen Tagen genommen werden
(Ausnahme: Tage, die arbeitsrechtlich als 0,5 Arbeitstage zählen,
wie z.B. 24.12. und 31.12.)
- in den Diensten gibt es bestimmte Zeiten, in denen kein Urlaub genommen
werden sollte:
-> November bis 24. Dezember (-> bis einschliesslich 24.12. ist
Hoch-Zeit in den Einrichtungen; Weihnachtsvorbereitungen, Weihnachtsfeier
und Jahresabschluss)
-> Maerz / April / Mai (-> Beginn des neuen Arbeitsjahres, Orientierung,
Zusammenfinden)
(Ausnahme: wenn man Besuch von der Familie bekommt und keine anderen
Daten möglich sind)
- die Einrichtungen haben feste Ferienzeiten; d.h. in diesen Zeitraeumen
ist die Einrichtung geschlossen und auch die Voluntarios nehmen in dieser
Zeit einen Teil ihres Urlaubs:
-> Sommerferien: im Februar -> vier Wochen
(wer am Einsatz in Bolivien teilnimmt, kann fuer den restlichen Februar
seinen Urlaub anhaengen)
-> Winterferien: im Juli -> eine Woche
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| 3.4
Abkommen für die Häuser |
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Die Häuser, in denen
ihr lebt, werden euch von der Fundacion zur Verfügung gestellt, wie
in einem Mietverhältnis. Sie sollen noch vielen Voluntariergenerationen
in der Zukunft dienen. In der Vergangenheit wurden leider einige Häuser
in desolatem Zustand zurückgelassen, so waren z.B. viele Dinge kaputt
oder es war so dreckig, dass sich Insekten und Pilze ansiedelten. Dies
verursacht viel unnötige Arbeit und Kosten für Schwester Karoline und
die Fundacion.
Deshalb bitten wir euch auf die Häuser und die sich darin befindenden
Gegenstände acht zu geben. Die Fundacion und zukünftige Voluntarios
werden es dir danken. Im Konkreten bitten wir dich um folgendes:
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Einen Verantwortlichen für
jedes Haus zu wählen und dies der Voluntarierbeautragten
mitteilen. Diese Beiden machen am Anfang und von Zeit zu Zeit
eine Bestandsaufnahme, um eventuelle Schäden festzustellen. |
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Sollten zwischendurch Schäden
auftreten bitte Folgendes tun: Für kleine Schäden wie
tropfende Wasserhähne und ähnliches bitte andere Voluntarios,
Nachbarn oder Kollegen zu Rate ziehen, und eine möglichst
preiswerte Lösung finden. Oft findet sich schnell jemand,
der dies leicht reparieren kann. Falls es etwas Schlimmeres ist,
melde es bitte gleich der Voluntarierbeauftragten oder Fernando
Massad. |
| • |
Da das Klima insbesondere im
Winter sehr feucht ist und die Häuser nicht so isoliert sind
wie in Deutschland, sollten einige Dinge beachtet werden (es hängt
auch eine Liste im Haus) z.B. |
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Bitte keine Wäsche im Zimmer
aufhängen und den Ofen darunter stellen. Folge ist Kondenswasser
an der Decke und Schimmel. Also Wäsche möglichst im
Patio oder einem Raum mit viel Lüftung aufhängen. Die
Wäsche trocknet zwar schwer, aber damit teilt man das Schicksal
der meisten Pobladores, im Sommer geht’s dafür um so
schneller. |
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Duschkabinen nach jedem Duschen trocken
wischen und lüften bzw. Ventilator an, sonst Schimmelgefahr. |
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Kühlschrank, Herd und Öfen und
andere Geräte sollten so behandeln werden, dass sie lange
halten. Dazu gehört auch, dass sie regelmäßig
gereinigt werden müssen. Für Waschmaschinen gibt es
eine Anleitung hier im Heft. Sollten Geräte aus “Schlamperei”
kaputt gehen, müssen die Voluntarier einen Beitrag zahlen. |
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In jedem Haus sollte die Voluntariergemeinschaft einen regelmäßigen
Grundputz machen, d.h. gemeinsam einen entsprechenden Putzplan
erstellen, aus dem hervorgeht, welcher Mitbewohner für
welchen Hausbereich wöchentlich zuständig ist. Die
Pflege des Hauses bedeutet, dass man sich täglich um Sauberkeit
und Ordnung kümmert, sowohl in allen Zimmern wie auch im
Hof und/oder Garten: Geschirr regelmäßig spülen,
den Müll regelmäßig entsorgen, inkl. Flaschen
nach Partys zum Flaschencontainer, Küche, Bad, Wohnzimmer
u. insbesondere die eigenen Zimmer in Ordnung und Sauberkeit
halten, das Haus, den Vorgarten und den Gehweg kehren, u.a.
Falls die Hausgemeinschaft diese Vereinbarungen nicht einhält,
beauftragt die FCV eine Person mit den nötigen Putz- und
Ordnungsarbeiten
1. das Entgeld für diesen Dienst wird dann von den Konten
der Freiwilligen oder vom Budget für das Mittagessen der
verantwortlichen Personen abgezogen
2. wenn sich der Fall wiederholt, muss eine Unterkunft auf eigene
Kosten angemietet werden (siehe unten)
Der Wandanstrich und der allgemeine Zustand des Hauses ist in
pfleglichem Zustand zu halten.
„Altlasten“ werden stets umgehend beseitigt (z.B.
Flaschen, kaputte Elektrogeräte)
Abhanden gekommenes Geschirr wird mit den Mitbewohnern ersetzt
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Rechnungen für Strom (Chilelectra) und Wasser (Aguas
andinas) müssen vor Ablauf der Zahlungsfrist bei der Fundacion
abgegeben werden, dann werden sie bezahlt. Falls ihr sie selbst
zahlt, bitte die Quittung bei der Buchhaltung der Fundacion abgeben,
dann bekommt ihr das Geld zurück. Für Gasflaschen, die
ins Haus geliefert werden, bitte ebenfalls die Quittungen aufheben
und bei der Fundacion einreichen, da ohne diese Belege nichts
zurückgezahlt werden kann. |
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Bitte Strom, Wasser und Gas sparsam gebrauchen
aus Umweltgründen und Kostenersparnis. Beim Verlassen des
Hauses wird das Gas abgedreht, ebenso Fenster u. Türen
abgeschlossen.
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Ideen für Renovierungen und Veränderungen im Haus
(z.B. Malerarbeiten) werden vor der Umsetzung mit der Freiwilligen-Beauftragten
besprochen. Über Neuinvestitionen wird von der Freiwilligen-Beauftragten
in Absprache mit Fernando Massad entschieden. Bei Bedarf wird
eine kleine finanzielle Beteiligung der Mitbewohner nachgefragt.
Der Hausschlüssel wird sorgsam aufbewahrt und im Falle
von Verlust die Mitbewohner u. die Freiwilligen-Beauftragte
benachricht.
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Lärm vermeiden: Die Nachbarn
der meisten Häuser bitten darum, Feiern oder sehr laute Musik
bei Werktagen (von Sonntag bis Donnerstag) möglichst zu unterlassen,
um Lärm zu vermeiden. Falls ihr ein Fest geplant habt, sagt
es euren Nachbarn, so dass sie sich ein wenig darauf einstellen
können. Das ist aber trotzdem kein Freilos für eine
Feier, als wäre man alleine auf der Welt. |
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Bitte
begrüßt euren neuen Mitbewohner bei seiner Ankunft,
wie ihr auch selbst gerne Empfanen werden möchtet: stellt
sicher, dass er ein sauberes und ordentliches Zimmer vorfindet,
bezieht das Bett für ihn mit der hauseigenen Bettwäsche
und sorgt dafür, dass er im Bad Platz für seine Zahnbürste
und sein Handtuch hat und im Kühlschrank bzw. Küche
ebenfalls ein paar Dinge unterbringen kann. Ein gemeinsames
Essen an seinem ersten Tag ist auch sehr schön zum Kennenlernen.
Haltet auch den Haus und Zimmerschlüssel bereit für
den Neuankömmling
Bei Besuch aus dem Ausland soll man das mit der Hausgemeinschaft
und der Freiwilligen-Beauftragten absprechen, damit zusammen
Lösungen für die Unterbringung gesucht werden können.
Es ist zu respektieren, dass das Haus ausschließlich den
Freiwilligen als Wohn- und Schlafort zur Verfügung steht;
andere Personen dürfen nicht im Haus schlafen, außer
im Falle von vereinbartem Auslandsbesuch.
Bei Nichteinhaltung der getroffenen Absprachen ist die Folge,
dass man sich ein Zimmer auf eigene Kosten in der Poblacion
mietet.
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