1. InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnisnächstes KapitelVor der Reise und Ankunft in Chile
 

1.1 Visa-Antrag in Deutschland

1.2 Was mitnehmen?
1.3 Formalitäten am Flughafen
1.4 Der erste Monat
1.5 Offizielle Ämterlaufbahn in Chile - Cursus Honorum
 
1.1 Visa-Antrag in Deutschland
 

Visum & CoFalls Ihr keinen gültigen oder einen fast abgelaufenen Reisepass besitzt, müsst ihr diesen nochmals zwei Monate vor Visumsantrag im Einwohnermeldeamt beantragen.
Euer Visum solltet Ihr in Deutschland bei einem chilenischen Konsulat in Eurer Nähe mindestens zwei Monate vor Abreise beantragen. Deutsche Staatsbürger können in Chile zwar für 90 Tage als Touristen einreisen, ohne dass ein konsularisches Visum beantragt werden muss. Für den Einsatz als Freiwillige braucht Ihr jedoch ein „Visum für den befristeten Aufenthalt“ (visa de residente temporario).

Ihr könnt das Visum beim Konsulat/Botschaft in Berlin
Botschaft der Republik Chile
Mohrenstr. 42
10117 Berlin
Tel. 030/726203-901
FAX: 030/204 43 12
E-MAIL: consulado@echilealemania.de
Öffnungszeiten:
MONTAG, DIENSTAG, DONNERSTAG UND FREITAG
09:00 BIS 14:00 UHR
MITTWOCH 11:00 BIS 13:00 UHR

oder einem der Konsulate in Hamburg, Frankfurt oder München beantragen. Die Adressen aller Konsulate findet Ihr unter:
http://www.embajadaconsuladoschile.de/deutsch/index_deutsch.htm oder
http://www.auswaertigesamt.de
Per Telefon könnt Ihr die Unterlagen für das Visum anfordern, die Euch dann zugeschickt werden. Diese füllt ihr ordnungsgemäß aus, fügt die 3 geforderten Passfotos (eventuell Namen hinten draufschreiben), ein amtsärztliches Attest (Attest beim Hausarzt einholen und vom Gesundheitsamt des Landkreises absegnen lassen) und ein polizeiliches Führungszeugnis (Einwohnermeldeamt) bei.
Vier bis acht Wochen später bekommt Ihr einen Brief, dass Ihr euer Visum abholen könnt und macht dafür einen Termin aus, zu dem Ihr persönlich erscheinen müsst, bezahlt den Gegenwert von ca. 78 US$ in Euro, lasst Eure Fingerabdrücke nehmen und verlasst mit chilenischem Visum in eurem Reisepass und zwei Formularen für die Einreisebehörde das Konsulat.
Achtung: Die Bearbeitungsdauer beträgt ungefähr vier Wochen. Nach Ausstellung des Visums besteht für die Einreise nach Chile eine Frist von 90 Tagen.

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1.2 Was mitnehmen
 
TeddyHier zunächst ein kleines Geschichtlein eines ehemaligen Zivildienstleistenden und weitere Tipps:

Ihr kommt abends völlig abgearbeitet nach Hause und seid todmüde. Wie euch vertraglich ja zugesichert ist, erhaltet ihr hier ein Bett, das euch die Nächte versüßen soll. Doch die Musik eures Nachbarn, lässt keinen ruhigen Moment zu. Dann greift ihr in euer Kulturbeutelchen und zieht eure Oropax raus, die euch den verdienten friedlichen Schlaf ermöglichen. Ihr mummelt euch dann ihn eure Decke die am einfachsten in einem aus Deutschland mitgebrachten Deckenbezug steckt. Einen Satz Bettwäsche (Spannbetttuch, Kissen- u. Deckenbezug) solltet ihr für den Start aus Deutschland mitbringen. Betttücher kann man in Chile nachkaufen, nicht aber den typisch deutschen Deckenbezug.
Passt aber auf, dass ihr den Wecker am Morgen noch hört. Nachdem ihr gefrühstückt habt (Nutella kann einem anfänglich noch die Morgen versüßen) gehts ab zur Arbeit. Sollte euer morgendlicher Spaziergang im Kindergarten enden, dann empfiehlt es sich gelegentlich abends seinen Kopf mit dem mitgebrachten Floh- und Läusemitteln (Goldgeist!!!) zu behandeln. Kann man aber hier genauso kaufen. Sollten euch an eurem Einsatzort vielleicht manchmal die Worte fehlen, greift ihr einfach in eure linke Hosentasche, aus der dann ein kleines gelbes Langenscheidt Taschenwörterbuch zum Vorschein kommt, das euch sicher über jeden Engpass hinweghilft. Egal wo, das Taschenmesser ist immer eine große Hilfe (Bei Zweifeln: 13 Folgen MacGyver als Anschauungsunterricht) Sowohl die Kinder und Arbeitskollegen, als auch wir alten Zivis sind brennend an eurer Herkunft und eurem bisherigen Leben interessiert. Deshalb unbedingt Photos, Postkarten oder gar kleine Bildbände aus der Heimat mitbringen. Genauso wie auch kleine Geschenke für die Kinder im Jardín.

Dann ist euer Arbeitstag zu Ende und ihr kommt in eurem schönen, aufgeräumten, mit Essen vollgestopften Voluntarierhaus an. Solltet ihr noch die Kraft haben, euch etwas zu Essen machen zu wollen, dann könnte es von Hilfe sein, wenn ihr euch ein paar Koch- und Backrezepte aus Deutschland mitgebracht habt. Wenn ihr dann viel und gut gegessen habt, könnt ihr euch eurer eigenen Person widmen. Bücher, Bücher, Bücher (Footprint o.ä.), Diktiergerät, Spanisch-Grammatik-Bücher, Stifte und Liederbücher dienen hier als Fernsehersatz. Wenn ihr einen Reiseführer mitnehmen wollt, sollte es ein Lonely Planet Chile, Reise Know How Chile oder The South American Handbook sein. Andere Reiseführer sehen zwar schöner aus, sind in der Regel aber längst nicht so gut mir Karten ausgestattet, was sich besonders dann rächt, wenn ihr irgendwo in der Pampa steht und keinen Plan habt, wo es hingehen soll. Ihr könnt euch den Reiseführer aber auch ganz schenken, denn in den Häusern liegen genügend, welche von Voluntariern auf der Rückreise wegen ihrem Gewicht zurückgelassen wurden.. Dann schleppt ihr euch die Treppen nach oben in euer neues Zimmer, das ihr euch mit persönlichen Gegenständen (Poster etc.) heimatlich eingerichtet habt. Ihr legt euch ins Bett und wenn ihr aufwacht beginnt alles wieder von vorne.

Einkaufen in Chile:
Man darf normalerweise 20-30 kg mitnehmen. Nehmt aber trotzdem so wenig wie möglich mit. Hier gibt es so viele tolle Sachen zum einkaufen und vieles ist wesentlich günstiger als bei uns. Generell lässt sich sagen, dass man in Chile alles bis auf Quark kaufen kann und westliche Artikel meist auch westliche Preise haben. Kleidung z. B. Schuhe (-> keine neuen Turnschuhe mehr vor der Abreise kaufen, ab Größe 44 wird es aber schwieriger), sind hier besonders billig und wer richtig einkaufen möchte kann übers Wochenende kurz nach Mendoza in Argentinien fahren oder dies in Bolivien tun. Beim eventuellen Einsatz in Bolivien werdet ihr sicherlich die Möglichkeit haben dort auf die Cancha zu gehen. Da kann man alles einkaufen, zu Preisen, die einen süchtig machen. Es gibt keinen Voluntarier der nicht mit einem Berg von Neuanschaffungen aus Bolivien zurückkehrt.

Wanderer mit RucksackFlugmeilen sammeln:
Wenn ihr, wie die meisten hier, mit dem Flugzeug und mit LanChile anreist, ist es ratsam, sich vorher einen LanPass zu besorgen, um sich die mehr als 12.000 Km gutschreiben zu lassen, mit denen man nach genügend km z.B. einen Freiflug bekommen kann. Falls ihr es vorher aber nicht mehr schafft, könnt ihr das hier noch nachholen. (Paseo Huerfanos – LanChile-Büro)

Dominik und Christoph im Cajon de MaipoRucksack:
Sehr zu empfehlen ist ebenfalls ein großer Trekkingrucksack, bei dem besonders auf ein gutes Tragesystem geachtet werden sollte. Die Preise sind sehr unterschiedlich, wichtig ist nur, dass er gut passt – wie bei Schuhen. Day-Packs gibt es hier fuer 3 Euro, wer sich also einen neuen Rucksack anschaffen möchte, kann das hier tun.

 

Salto la LajaWanderschuhe:
Um Santiago herum und überhaupt in ganz Chile gibt es wunderschöne Wandergebiete und Nationalparks in den Anden, an Vulkanen, Wasserfällen etc. Meist sind die Wege ziemlich steinig und wild. Daher für Wanderfreunde: auf jeden Fall gute stabile Bergschuhe mitbringen. Wenn nicht in den Bergen, kann man sie auch in der Poblacion im Regen gebrauchen.
Schlafsack:
Wer seinen Schlafsack zu Hause in Deutschland liegen lässt, gehört vom Recoleta-Hund gebissen. Auf zahlreichen Wochenendausflügen bewährt sich dieses Gepäckstück neben der Isomatte jedes Mal aufs neue – auch hilfreich, wenn man mal im anderen Voluntarierhaus übernachten möchte.
Und er ist unerlässlich während der Herbst- und Wintermonate (März bis August).

Schülerausweis:
Meiner ist zwar schon seit über einem Jahr abgelaufen, trotzdem spart er einem bei Eintritten häufig bares Geld. Wer Beziehungen oder noch die Möglichkeit hat, sich einen Internationalen Schüler- oder Studentenausweis ausstellen zu lassen, sollte dies unbedingt tun, sonst den alten mitbringen.

Anmerkung zum Fuehrerschein:
Offiziell dürft ihr hier nur solange Auto fahren, wie ihr keinen festen Wohnsitz habt. Das gilt z. B. für alle, die mit Tourivisum hier sind. Bedenkt aber, dass ihr über die FCV oder auch die Fid-Versicherung keinen Versicherungsschutz genießt. Wer hier also fährt tut das auf eigene Gefahr und ich kann nur sagen, dass der Verkehr längst nicht so geordnet ist wie bei uns, denn hier hat das größere Fahrzeug grundsätzlich Vorfahrt – Fußgänger und Fahrradfahrer genießen gar keine Rechte. Falls ihr aber doch anderweitig versichert seid, kann der Internationale Führerschein (vorher in Deutschland beantragen) nützlich sein.

SchockoladeSchokolade:
Absolutes Muss, die restlichen freien Kilos sollten mit diesem köstlichen Stoff aufgefüllt werden, um ein Verrutschen der übrigen Gepäckstücke im Koffer zu verhindern. Abgesehen davon, sind hier alle Chilenen ganz wild auf das Zeug, und wenn ihr's nicht esst, machen wir das. Was auch gut geht, sind die kleinen Haribo-Gummibärchen-Tütchen – wirkungsvoll, um die Blagen im Kindergarten ruhigzustellen, die Entzugserscheinungen sind aber nicht zu unterschätzen. Solltet ihr hier einmal zu einem Geburtstag eingeladen sein, so ist eine Schokotafel aus Deutschland das richtige Geschenk. Dies garantiere ich, kommt immer gut an.

Andere Lebensmittel:
Eine ungarische Salami oder einen herzhaften Parmaschinken könnt ihr ohne Probleme mitbringen, wenn die Artikel eingeschweißt sind und ein Etikett besitzen. Ihr müsst sie dann nur am Zoll deklarieren und eventuell vorzeigen. Kostet aber nichts. Honig, Pflanzensamen und Obst dürfen nicht eingeführt werden.

Kleinbildfilme:
Gibt es hier natürlich auch zu kaufen, allerdings kosten die in Deutschland bei Aldi weniger (2x 36er Kodak 200 Film = 2,50 Euro), wer also vor hat ordentlich zu fotografieren, kann sich ruhig schon in Deutschland eindecken.

Handy :
Solltet ihr im Besitz eines Drei(Tri)-Band-Handys sein, erkennt man meistens am Preis, wer trotzdem nicht weiss was das ist, geht zum Handyladen und fragt nach. Alle anderen Handys lasst am besten zu Hause, da wir hier das amerikanische Netz (1900 MHz) haben und sie sowieso nicht funktionieren. Ansonsten können Handys fuer ca. 30 Euro inkl. 30 Euro Guthaben (d.h. Gratis) günstig erworben werden. Sie werden hier aber auch ruck-zuck wieder gezogt – passt also gut darauf auf.

Steckdosenadapter braucht ihr nicht außer in Sonderfällen. Es sind aber Adapter in den Häusern vorhanden.

 

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1.3 Formalitäten am Flughafen
 
Im Flugzeug werden euch Formulare gegeben, die ihr auf alle Fälle aufbewahren müsst. Auf dem ersten bestätigt ihr, dass ihr nichts Verbotenes einführt, das sind z. B. Drogen, unverpackte Fleischwaren, Pflanzensamen, Obst, etc., den zweiten braucht ihr später, um euren chilenischen Pass zu beantragen bzw., um wieder auszureisen. Offizielle Papiere, auch wenn sie wie Infomaterial aussehen sind grundsätzlich aufzuheben, denn sonst bringt ihr euch selbst in Teufels Küche. An der Pass/Visakontrolle bekommt ihr einen Einreisestempel (rot-blau) und werdet gebeten, die Formulare, die ihr im chilenischen Konsulat bekommen habt, abzugeben. Letzte Station ist der Zoll, wo ihr eure eidesstattliche Erklärung, nichts Verbotenes einzuführen, abgebt und das gesamte Gepäck noch einmal durchleuchtet, manchmal auch durchsucht wird.

Dann wird euch Schw. Karoline, die Freiwilligen-Beauftragte oder ein freundlicher Voluntarier in Empfang nehmen und ab diesem Moment kann euch nichts mehr passieren. Am Anfang habt ihr auch eine/n Pate/Patin, die euch am Anfang hilfreich zur Seite steht.

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1.4 Der erste Monat
 
Nachdem ihr abgeholt worden seit, könnt ihr erst mal richtig ausschlafen. Wenn es in Deutschland vertraglich festgelegt worden ist, werdet ihr vier Wochen lang einen Sprachkurs besuchen, welcher beim Goethe Institut stattfindet. Dafür müßt ihr jeden Tag mit dem Bus in die Innenstadt fahren, bitte bezieht das zusätzliche Busgeld in die Monatsplanung mit ein, eine Fahrt kostet etwa 15-50 Cent. Für die Leute, die im August kommen, ist es möglich an einigen Tagen in die Arbeit hinein zu schnuppern, da der Sprachkurs nur halbtags stattfindet. Es ist ratsam sich so früh wie möglich ein Fahrrad zu kaufen, diese kosten um die 30 Euro. Wenn ihr Glück habt könnt ihr auch erst einmal die Fahrräder der anderen Voluntarios benutzen, da sich die meisten von ihnen wahrscheinlich im Januar und Februar beim Arbeitseinsatz in Bolivien befinden werden. Somit werdet ihr die Häuser erst einmal alleine bewohnen, bei Fragen oder Problemen ist aber immer jemand in der EFPO für euch da. Wie im Vertag zugesichert, bekommt ihr eine warme Mahlzeit am Tag an eurem Arbeitsplatz, bedenkt aber, dass ihr während des Sprachkurses nicht arbeitet und euch einen Monat lang selbst verpflegen müsst.

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1.5 Offizielle Registrierung: Ämterlaufbahn in Chile - Cursus Honorum
 
Normalerweise begleitet die Freiwilligen-Beauftragte oder der Bürozivi die im August oder Januar ankommenden Voluntariergruppen bei diesem Amtsgang. Aber sollte jemand alleine gehen müssen oder sein „Carnet“ (sprich Carné) verlieren, beschreiben wir hier kurz die „Prozedur“. Papierkram

Ihr benötigt:
- Reisepass
- 3 Passfotos 3x2 cm mit Reisepassnummer und Name, die gibt es z.B. Ecke Huerfanos/San Martin: 4 Fotos für 1000$( Es lohnt sich nicht extra in Deutschland Passbilder machen zu lassen, da die Fotos noch eine Personennummer aufgedruckt bekommen und in dieser Art in Deutschland nicht gibt.)
- Einreisezettelchen mit Einreisestempel
- Ca. 4000$ an Gebühren (kann sich nach oben ändern)
- Adresse u. Telefonnummer der Zentrale der FCV mitnehmen:
Av. Recoleta 5441, Huechuraba, Casilla 2943, Tel. (02-)6255243.

Am sichersten kommt die Post an, wenn sie an das Postfach (=Casilla) der Fundación geschickt wird:
z.B.
Max Mustermann
c/o Fundación Cristo Vive
Casilla 2943
SANTIAGO DE CHILE

Policia Internacional

SiegelMit den 2 Passfotos, eurem Reisepass, dem Einreisezettelchen und 800 Peso geht ihr zur Policia Internacional, General Bogoño 1052 (von der Recoletabrücke mit eingerechnet vier Brücken stromabwärts, direkt auf der rechten Seite).

Am Schalter auf der rechten Seite der Halle erklärt ihr, dass ihr eine Cedúla beantragen wollt, bezahlt 800$ Amtsgebühr und bekommt eine Nummer und ein Formular, das ihr mit Hilfe eures Reisepasses ausfüllt. Bei Unklarheiten eventuell noch mal am Schalter nachfragen. Wenn ihr fertig seid, stellt ihr euch an der Tür hinten rechts an (Wartenummer!) und werdet hereingebeten. Dem freundlichen Beamten gebt ihr Pass, Fotos, das Formular und das Einreisezettelchen. Die Fragen beantwortet ihr in gebrochenem Spanisch und bekommt hinterher ein neues Dokument, dies ist das provisorische Carnet. Unbedingt nachprüfen, ob alle Angaben und auch das Ablaufdatum des Visums richtig sind!).

Registro Civil – Carnet-Amt

FingerabdruckZuerst sucht ihr den nächsten Copy-Shop auf und macht einige Kopien: Eine von der Reisepassseite mit eurem Bild, eine von eurem Visum und dem Einreisestempel in eurem Pass und eine von dem in der Policia Internacional erhaltenen Dokument. Weiter geht es zum Registro Civil, Huerfanos 1570 (Ecke Manuel Rodriguez) und ihr reiht euch in die lange Schlange auf der linken Seite (Solicitud de Cedúla) ein. Bringt ruhig was zu lesen mit, manchmal dauert es zwei bis drei Stunden. Wenn ihr drankommt legt ihr 3.130$, euren Ausweis, die vorher gemachten Kopien und das Dokument von der Policia Internacional auf den Tisch. Es wird ein Foto gemacht, euer Daumenabdruck und eure Unterschrift gescannt. Am Schluss erhaltet ihr zwei neue Dokumente.

Mit dem Dokument ohne Foto stellt ihr euch zum Fingerabdruck nehmen an (eventuelle Ringe vorher ausziehen!). Euch wird ein Stück Klopapier zum Farbe abwischen gegeben, ruhig fragen, ob ihr noch etwas mehr bekommen könnt, die Druckerschwärze geht schlecht ab.

Auf dem Dokument mit Foto ist eure Identitätsnummer, die sogenannte RUT, und das Abholdatum angegeben. Frühestens ab diesem Datum geht ihr erneut zum Registro Civil und stellt euch im ersten Stock, hinten links, bei Entregada Cedúla an. Herzlichen Glückwunsch ihr seid temporärer chilenischer Staatsbürger.

Bitte gleich nach Erhalt eine Kopie des Carnets machen. Bei Verlust geht es viel schneller, dies wieder zu bekommen.


Registrierung/Eintragung in der deutschen Botschaft

Es empfiehlt sich für diejenigen, die länger da sind, sich in der Deutschen Botschaft zu melden und eintragen zu lassen. Sollte irgendetwas passieren, kann man über die Botschaft leichter identifiziert werden. Das Formular bekommt ihr in der Botschaft oder beim Bürozivi.

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