“... er sandte sie aus mit dem Auftrag,

das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen ...“       Lukas 9,2

Santiago, 14.10.2002

Unsere lieben Freunde!

Zurück in Chile möchte ich euch schnell die frohe Nachricht mitteilen:

„CRISTO VIVE EUROPA – PARTNER LATEINAMERIKAS e. V.“ hat am 28.09.2002 das Licht der Welt erblickt. 76 Gründungsmitglieder haben die Elternschaft für das neue Geschöpf übernommen. Das Treffen in Würzburg ist für viele von uns zu einem wichtigen Ereignis geworden.

Die Tagungsordnung war:

Samstag: - kleine Einführung unseres Gründungsvorhabens

unter dem Schriftwort Lukas 9,1-2

-          kurze persönliche Vorstellung aller Teilnehmer (es waren rund 80)

-          Besprechung der Satzung

-          Verabschiedung der Satzung durch die Gründungsmitglieder

-          Genehmigung der Beitragsordnung

-          Wahl des Vorstands

-          Abend: Wir feiern „CRISTO VIVE EUROPA“

Sonntag:                -    1. Vorstandssitzung

-          Berichterstattung im Plenum

-          Dankgottesdienst

Nach mehreren Stunden Arbeit mit lebhaften, ernsten Diskussionen über die Satzung wurde diese am Samstagnachmittag einstimmig angenommen. Wir glauben nun, dass wir eine atypische, aber moderne, flexible Satzung haben, die allen einen grossen Freiraum zur Mitarbeit gibt und alle zukünftigen Mitglieder einlädt, sich mit ihren Fähigkeiten, Talenten und Möglichkeiten einzubringen. Unser Jurist Christoph Engel hat sie zusammen mit Babsi, seiner Frau, mit grosser Fachkenntnis geschmiedet. Wer von euch Interesse hat,

sie kennenzulernen, kann sie per Post oder E-mail anfordern.

                                                                        Ludwig Pfaller

                                                                        Wigramstr. 4

                                                                        85131 Weigersdorf                             ludwig.pf@gmx.de

 

Gleichzeitig möchte ich euch bitten, nochmals euren Wunsch zu bestätigen, Mitglied des neuen Vereins zu werden (siehe beiliegende Postkarte). Wie ihr wisst, existieren wir bereits als Verein und warten jetzt nur noch, bald ins Vereinsregister eingetragen zu werden, um rechtlich ein „e.V.“ zu sein. Das Spendenkonto werden wir erst nach der Eintragung im Vereinsregister eröffnen. Bis dahin bleibt das bisherige Konto der Kontaktgruppe Comunidad de Jesús bestehen, das euch ja bekannt ist.

Nun kurz nochmals ein paar Gedanken zum Verein: Wir nennen uns Partner Lateinamerikas.

Das bedeutet, wir möchten auf Augenhöhe miteinander arbeiten, eine Brücke der Solidarität bauen,

gemeinsam von einer geschwisterlichen Welt träumen und etwas von unserem Leben dafür einsetzen.

 

Der Verein hat zwei Organe:

  1. Die Mitgliederversammlung

Diese findet jährlich einmal statt. Bitte merkt euch schon den nächsten Termin vor:

Es wird voraussichtlich der 24.05.2003 sein. Das ist der Samstag vor dem Ökumenischen Kirchentag

in Berlin. Der Tagungsort wird noch bekanntgegeben.

  1. Den Vorstand

Er besteht aus mindestens fünf Vorstandsmitgliedern und wird alle zwei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. – Zu unserer aller Überraschung konnten wir aus unserer Mitte 10 Gründungsmitglieder in den Vorstand wählen, die alle bereit sind, sich nach ihren Kräften einzusetzen und die Fundamente für CRISTO VIVE EUROPA zu legen. Sie kommen aus ganz verschiedenen Ecken Deutschlands und Europas und sind altersmäßig bunt gemischt zwischen 24 und 63 Jahren.

Hier möchte ich euch unseren ersten Vorstand vorstellen:

Werner Blieske
1. Vorsitzender 
(Verein „Casa Kappeln“)
Bärbel Mätzold   
2. Vorsitzende 
(Freundeskreis Hannover)
Richard Finger 
Kassierer 
(Kontaktgruppe C. de Jesús)
Kurt Wohnhas
Vorstandsmitglied   
(Amntena e.V.)
Michel Schaack 
Vorstandsmitglied  
(Chiles Kinder asbl - Luxemburg)
Ignacio Rosselot   
Vorstandsmitglied  
(Fondacio - Frankreich)
Ludwig Pfaller
Vorstandsmitglied  
(Gymnasium Ingolstadt)
Silvia Caspers 
Vorstandsmitglied  
(Uni Münster)
Andreas Weiss
Vorstandsmitglied 
(Uni Eichstätt)
Helmut Beck   
Vorstandsmitglied 
(Uni München)

Mit allen Vorstandsmitgliedern verbindet uns seit vielen Jahren eine herzliche Freundschaft, alle kennen die Arbeit in Chile oder Bolivien aus eigener Erfahrung. Die meisten unterstützen unseren Dienst seit langem, z. B. Werner Blieske schon seit Anfang 1970.

Grundsätzlich ist der Vorstand ehrenamtlich tätig. Lediglich anfallende Verwaltunskosten (Porti, Kopierkosten, sonstige konkret nachgeswiesene Auslagen) sollen aus dem Mitgliedsbeitrag beglichen werden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Zuwendungen ohne Abzug für die satzungsmässigen Zwecke verwendet werden.

Das war vor allem ein Herzensanliegen der Kontaktgruppe. So werden weiterhin alle Spenden ohne Abzug dem Dienst der CRISTO VIVE in Chile und Bolivien zugeführt. Darüber sind wir sehr froh.

Bei unseren Vorbereitungstreffen in Duderstadt und Würzburg, wie auch bei der Gründungsversammlung haben wir einen Geist fröhlicher Einfachheit gespürt und genossen, Brot und Kuchen miteinander geteilt, uns gegenseitig ein wenig mehr kennengelernt und angefreundet. Mir hat es gefallen, wie wir miteinander umgegangen sind in einem Stil von Geschwisterlichkeit und Anspruchslosigkeit, gelebt von Jüngeren und Älteren. Ich sehe darin eine Verheissung für „CRISTO VIVE EUROPA“. Allgemeine Freude haben uns die Folklore-Musikgruppe „Los Copihues“ und die Künstler Bärbel und Frithjof mit ihrem abendlichen Fest geschenkt. Schöner hätte es nicht sein können!

Unsere lieben Freunde! Jorge Fernández und seine Frau Nena, die bei der Gründungsversammlung dabei waren, lassen euch herzlich grüssen. Sie sind inzwischen froh und dankbar zurückgekehrt. Gemeinsam stecken wir schon wieder tief in der Arbeit. Wie wir angekündigt haben wurde mit dem Bau der Kindertagesstätte Tierra de Niños und mit dem Erweiterungsbau der Berufsschule begonnen. Die chilenische Regierung finanziert uns ausserdem die Löhne für 42 arbeitslose Familienväter. Diese organisieren wir in Arbeitsgruppen für gemeinnützige Dienste.

In diesen Tagen erwarten wir Besuch aus Bolivien: Unser Architekt Julio Ouirós, der dort die Pläne für das Handwerksausbildungszentrum entwirft, möchte unser Berufsausbildungszentrum kennenlernen, um ein Vorbild zu haben. Wir haben ja vor, im Dezember dort in Bella Vista mit dem Bau anzufangen. Ich werde voraussichtlich Mitte November in Bolivien sein.

Unsere Schwester Edith weilt indessen wegen einer Hüftoperation in Deutschland. Wir hoffen, dass sie Weihnachten mit ihrem Team in Cochabamba feiern kann. - Im Adventsbrief werde ich euch mehr über unsere Arbeit berichten.

Nun lasst euch von Herzen umarmen.

Eure Karoline + Comunidad de Jesús

Anlage :  Rückantwort-Karte