NEWSLETTER Mai 2002

Fundación Cristo Vive

 
Seite I

 “GOTTES LIEBE GEHT ALLE UNSERE WEGE MIT...”

Santiago, Pfingsten 2002

Unsere lieben Freunde

Dass Gottes Geist euch die Fülle seiner Liebe und Freude schenke, wünsche ich euch in dieser pfingstlichen Zeit!

Mit einem „Extra-Brief“ möchte ich euch kurz informieren, dass wir beim Treffen in Duderstadt mit den rund 90 Teilnehmern die Gründung einer Dachorganisation „CRISTO VIVE e.V.“ für Europa beschlossen haben, die den Dienst der Kontaktgruppe „Comunidad de Jesús“ ausweitern soll. Dieser nach deutschem Recht zu gründende Verein steht natürlich auch unseren europäischen Freunden offen. Ein Koordinationsteam (Dieter Maurer, Annemarie Schuster und Mafalda Pinto) wurde bestimmt und mit der Aufgabe betraut, zusammen mit dem Freundeskreis Hannover, die Umsetzung dieses Beschlusses auf den Weg zu bringen. Unser Freund und ehrenamtlicher Rechtsanwalt Christoph Engel arbeitet an der Vereinssatzung.

Liebe Freunde, ihr könnt alle an dieser Initiative teilnehmen und euch mit der beiliegenden Karte als Mitglieder vormerken lassen. Mit vielen von euch sind wir ja schon lange über die Kontaktgruppe „Comunidad de Jesús“ verbunden. Diese unterstützt uns seit dem Jahr 1979 mit unbeschreiblichem Einsatz. Rund 12 Millionen Euro haben wir über sie in den vergangenen23 Jahren (ohne jeglichen Abzug für Verwaltungskosten !!) erhalten.

Das waren viele kleine und grosse Spenden, die es uns ermöglicht haben, alle die Dienste und Werke aufzubauen, mit denen wir mehreren hundertausend armen Menschen unter die Arme greifen konnten. Immer haben wir eure Spenden als Besitz der Armen betrachtet, den wir – oft zusammen mit deren Beteiligung – so zu verwalten versucht haben, dass er ihnen den grösstmöglichsten Nutzen bringen sollte.

Dabei erlebten wir häufigmit Staunen, dass das Resultat viel grösser war, als die Summe der Spenden. So eigenartig es vielleicht klingen mag, aber wir haben oft gespürt, dass JEMAND unsichtbar mit uns arbeitet und kämpft, damit vielen Menschen in Not geholfen wird. Ich rede in der „wir-Form“, weil ich hier nicht meine persönlichen, sondern unsere gemeinschaftlichen Erfahrungen mitteile, die euch unsere verantwortlichen Mitarbeiter bestätigen können.

Ihr habt miterlebt, wie unsere Dienste in Chile gewachsen sind, wie sie sich immer mehr konsolidieren und manche langsam sich selbst tragen. Ebenso konntet ihr den Beginn der Arbeit in Bolivien mitverfolgen, die sich inzwischen prächtig entwickelt hat.

Bisher war die Kontaktgruppe „Comunidad de Jesús“ die Hauptträgerin unseres Einsatzes in Chile und Bolivien. Nun scheint die Zeit reif zu sein, dass verschiedene Freunde und Förderer, Freundeskreise und gruppen bereit sind, den bisherigen Dienst der kontaktgruppe auszubauen. Es geht vor allem um mehr Kommunikation un dinformation über unsere Arbeit, um die Koordination der Zivis und Volontären, die in Chile arbeiten wollen, sowie um eine Organisation, die uns als Partner bei Verträgen mit öffentlichen oder privaten Institutionen auftreten kann.

Vielleicht wird es damit auch möglich, dass sich unsere europäischen Spender und Unterstützergruppen gegenseitig besser kennenlernen, vernetzen und voneinander lernen. Nicht zuletzt ist unser Traum, dass wir Lateinamerikaner euch irgendwann etwas von unseren Erfahrungen zurückgeben können, damit es zu einem geschwisterlichen Austausch kommt...

Nun einige Neuigkeiten über den Fortgang der Arbeit.

In Chile: Alle unsere Dienste laufen auf Hochtouren, während es Herbst geworden ist und die ersten Regenfälle begonnen haben. Anfang März konnten wir die mit Hilfe Chiles Kinder – Luxemburg neugebaute Krankenpflegerschule einweihen und gleich 45 junge mittellose Schülerinnen aufnehmen.

Durch das Gesundheitszentrum Consultorio CRISTO VIVE werden inzwischen mehr als 17.000 Personen betreut. Das Komitee Ärzte für die dritte Welt hat uns für den Einkauf von Medikamenten U$ 50.000,- dazu gespendet.

Dank der Unterstützung mehrerer „Nothelfer“ (Musikgruppen „Choropax“, „A capella“ und „los copihues“, Hannelore Fraass, Sternsinger und ChilesKinder) werden wir in wenigen Wochen mit dem Bau der Kindertagesstätte „Tierra de Niños“ für 140 Kinder anfangen. „Bridderlich Deelen“, Luxemburg, wird uns beim Ausbau des Handwerksausbildungszentrums und des Büros helfen, wo wiederum auch arbeitslose Familienväter eingestzt werden.

In der Pfingstwoche wird Jorge Fernández nach 11 Jahren Dienst die Geschäftsführung der Fundación Cristo Vive in Chile unserem Mitarbeiter Fernando Massad übergeben. Jorge haben wir zu unserem Vizepräsidenten und eminem Stellvertreter ernannt.

Nun zu Bolivien: Ende Mai werde ich wieder dort sein. Seit März funktionieren die Kindertagesstätte „Mosoj Muju“ und die Schülerbetreuung im Kulturzentrum. Zehn junge Frauen machen eine Berufsausbildung. Hoffnung wächst auf dem Bergdorf Bella Vista. Noch in diesem Jahr beginnen wir mit dem Bau der Berufsschule.

Von Herzen grüsst euch eure Schwester Karoline und die Comunidad de Jesús.


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