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| Familienorientiertes Gesundheitszentrum Consultorio Cristo Vive - Fotos 1, 2 |
Krankheiten und Hunger haben die
jahre 1974-77 in der später Héroes de la Concepción genannten
Población geprägt, in der um die 10.000 Menschen ohne
medizinische Versorgung lebten. Deshalb richtete die kleine Comunidad de
Jesús (Schwester Maruja, Karoline und einige andere junge Frauen) in der
Holzhütte, die ihnen als Wohnung diente, eine bescheidene Poliklinik ein,
die mit Medikamenten von Caritas und Ärztemustern aus Deutschland
bestückt war. Stundenweise halfen befreundete Ärzte, Medizinstudenten
und krankenschwestern ehrenamtlich mit, ebenso Freiwillige aus der
Población, denen wir erste Hilfe, Wundversorgung und Spritzen
beibrachten. 1980 konnte die Poliklinik in einen von Misereor finanzierten
Holzbau umziehen. |
Die Menschen in den Armenvierteln
haben Angst, dass sie schlecht behandelt werden oder zu kurz kommen. Zusammen
mit dem Direktor Dr. Ignacio Rosselot und den Krankenschwestern Antonia
Llanquimán und Marla Solari bemühten wir uns deshalb in all den Jahren,
ihnen eine ausgezeichnete medizinische Betreuung zu bieten. Das hat ihr
Vertrauen gestärkt und uns ermutigt, einen Vertrag mit dem Gesundheitsministerium
zu schliessen, der uns staatliche Finanzierung gewährt. So haben wir als
gemeinnützige Einrichtung
einen Teil der staatlichen Gesundheitsfürsorge übernommen, wobei der Staat
circa 70% der Kosten für 16.471 (Jahr 2003) bei uns eingetragene Menschen
trägt. Seit fünf Jahren gibt es ausserdem einen Vertrag mit der medizinischen
Fakultät der Staatsuniversität, der es ermöglicht, in unserem Zentrum Fachärzte
auszubilden. Sowohl für den Staat, als auch für die Universität hat dieses
Gesundheitszentrum Modellcharakter. |
| Adresse | : | Av. Recoleta 4125, Stadtgemeinde Recoleta | |
| Telefon | : | 0056 - 2 622 63 80 | |
| Fax | : | 0056 - 2 622 76 92 | |
| : | CESFAM@fundacioncristovive.cl | ||
| Leiter | : | Marla Solari | |
| Eröffnung | : | Mai 1974 als kleine Poliklinik Comunidad de Jesús"; März 1996 Einweihung der heutigen Gebäude | |
| Dienste | : | ambulante, kostenlose medizinische Versorgung der Bevölkerung als Teil des staatlichen Gesundheitssystems im Rahmen eines Abkommens mit dem Servicio de Salud Metropolitano Norte" (Staatlicher Gesundheitsdienst, Santiago Nord) |
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Gesundheitsversorgung für Kinder und Erwachsene, die besonderen Wert auf eine psychosoziale und familienorientierte Betreuung legt, inklusive psychologischer Betreuung, Familienplanung, Schwangerschaftskontrolle, Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Gesundheitserziehung und -beratung |
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fachärztliche Betreuung in folgenden Spezialgebieten: Zahnmedizin, Gynäkologie, Kardiologie und Augenheilkunde |
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Durchführung von Aktivitäten zur Förderung der Gesundheit und Prävention von Krankheiten in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinde, Hausbesuche und Betreuung von Bettlägrigen |
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| Zielgruppe | : | 20.000 Personen aus den Poblaciones Héroes de la Concepción, Quinta Bella und anderen Gebieten im Norden der Stadtgemeinde Recoleta sind eingeschrieben und haben Recht auf Gesundheitsversorgung. |
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| Personal | : | 90 angestellte und 50 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, medizinische Fachkräfte, Krankenpfleger und -pflegerinnen, Verwaltungspersonal und Hilfskräfte |
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| Räumlichkeiten | : | 1.900 m² bebaute Fläche, erstklassige Ausrüstung |
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| Investition | : | 600 Mio Pesos, ca. 1Mio Euro |
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| Finanzierung | : | Der Bau der Poliklinik wurde mit Hilfe von Chiles Kinder, dem Staat Luxemburg, dem Kindermissionswerk Aachen, dem Schweizer Freundeskreis, der Aktion Eine Welt Rottweil, der Aktion dritte Welt Lörrach, dem Freundeskreis Hannover, der KOntaktgruppe und der Fundación San José de la Dehesa finanziert. Die Ausstattung haben wir dem Komitee Ärzte für die DRitte Welt zu verdanken. Heute werden die laufendenn Kosten zu 70% vom Gesundheitsministerium getragen. Für die restlichen 30% müssen wir Spenden, z.B. der Kontaktgruppe, aufkommen. Die Patienten tragen gemäss ihrer Möglichkeiten zur Deckung der Kosten für Medikamente und Laboruntersuchungen bei. |
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| Bedarf | Finanzierungszuschüsse, um die nicht vom Staat gedeckten fehlenden 30% aufzustocken und die gesamte Aufnahmefähigkeit ausnutzen zu können |
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ehrenamtliche medizinische Fachkräfte und Krankenpfleger und -pflegerinnen |
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| : | Medikamente, Verbandsmaterial und Instrumental |
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Wir glauben, dass es notwendig ist, die Anstrengungen des Staates zu unterstützen, der ganzen Bevölkerung eine angemessene Gesundheitsversorgung zu garantieren und dabei schon vorhandene gemeinnützige oder kommunale Einrichtungen zu nutzen. So kümmert sich jede Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitspersonal selbst um die Lösung ihrer größten Gesundheitsprobleme. |
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